LebensWerk a.d.O Uckermark gGmbH

Koordinatorin:  Sabine Flemmig


Kontakt:

LebensWerk a.d.O Uckermark gGmbH
Berliner Str. 143
16303 Schwedt

Tel.: 03332/837941
Fax: 03332/837945

E-Mail: sflemmig@lebenshilfe-um.de
Internet: www.lebenshilfe-uckermark.de

 


Wer arbeitet, sichert sein Einkommen und nimmt am sozialen Leben teil. Arbeit bedeutet auch gesellschaftliche Anerkennung, dazuzugehören und mit anderen gemeinsam ein Ziel zu verfolgen.

Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) werden Neuregelungen der Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen umgesetzt. Ein zentrales Anliegen ist es dabei, die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Das bedeutet u.a., das gleiche Recht von Menschen mit Behinderungen auf Arbeit anzuerkennen. Die Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit Behinderungen stellt einen wichtigen Schwerpunkt im BTHG dar.

Menschen mit Behinderungen sollen auf der Basis ihres Wunsch- und Wahlrechtes und nach ihren Möglichkeiten ihr soziales Umfeld mitbestimmen, mitgestalten und erleben. Damit erfüllt sich ihr grundgesetzlicher und sozialrechtlicher Anspruch, gleichberechtigter Teil der Gesellschaft zu sein. Wir bieten ihnen die notwendige Unterstützung, Beratung, Begleitung und Assistenz an, die sie bei der Gestaltung und Bewältigung des eigenen Lebens, der freien Entfaltung der Persönlichkeit und der Eingliederung in die Gesellschaft benötigen. Ihr Grundrecht umfasst dabei die gleichberechtigte Teilhabe an allen Bereichen des täglichen Lebens. Dazu gehören insbesondere das Lernen, Kommunikation, Mobilität, die Selbstversorgung und das eigene häusliche Leben, die Arbeit, der Aufbau und Erhalt sozialer Beziehungen sowie das gemeinschaftliche-, soziale und staatsbürgerliche Leben.

Wir achten darauf, dass für die Menschen mit Behinderungen ein bedarfsgerechtes Angebot an Betreuung und Förderung zur Verfügung steht. Das Recht auf Normalität darf dabei nicht einhergehen mit dem Verlust an Wahlmöglichkeit. Sowohl ein selbstbestimmter Lebensweg in "nichtbehinderten" Lebenswelten als auch die Aufnahme oder der Verbleib in dem geschützten Rahmen von spezialisierten Einrichtungen müssen jedem Menschen mit Behinderungen offen stehen.

Um diese Aufgabe zu erfüllen, bedarf es der Schaffung von Einrichtungen für die unterschiedlichsten Altersstufen und Bedürfnisse behinderter Menschen. Aus diesem Grunde möchten wir für unsere Betreuten eine Möglichkeit der Wahl zur Teilhabe am Arbeitsleben schaffen und es wurde im September 2018 die LebensWerk a.d.O. Uckermark gGmbH gegründet. Geplant ist eine enge Zusammenarbeit und Vernetzung des LebensWerk mit allen derzeit bestehenden Einrichtungen unseres Vereins.

Das LebensWerk ist eine Einrichtung zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben im Sinne des Kapitels 10 des Teil 1 SGB IX-neu, andere Leistungsanbieter. Hier finden Menschen mit Beeinträchtigungen einen Arbeitsplatz und eine entsprechende Förderung, die wegen Art oder Schwere der Behinderung nicht, noch nicht oder nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können.

Die „klassische“ WfbM ist und bleibt ein unverzichtbarer Schutzraum für Menschen mit Behinderungen. Sie ist regelmäßig nicht nur Arbeitsstätte, sondern aufgrund vielschichtiger sozialer Beziehungen auch eine wesentliche Möglichkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und zur Gestaltung des persönlichen und sozialen Lebensraums.

Wir sind aber überzeugt, dass die „klassische“ WfbM nicht der einzige Weg zur Teilhabe an beruflicher Bildung und am Arbeitsleben sein kann. Die LebensWerk gGmbH möchte daher im Sinne einer inklusiven Teilhabe auf der Grundlage der UN-Behindertenrechtskonvention und des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) neue Wege gehen, um Menschen mit Behinderungen mehr Vielfalt und mehr Chancen zur Gestaltung eines weitgehend selbstbestimmten und erfüllten Arbeitslebens zu ermöglichen und zwar unter den Bedingungen des Allgemeinen Arbeitsmarktes.

Grundsätzlich leiten sich die Ziele und Aufgaben der LebensWerk a.d.O. Uckermark gGmbH als Anderer Leistungsanbieter nach § 60 SGB IX aus den gesetzlichen Grundlagen des SGB IX und der Werkstättenverordnung ab. Demnach ist eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) eine Einrichtung zur Teilhabe am Arbeitsleben. Sie ist darauf ausgerichtet, den Menschen mit Behinderungen

„1. eine angemessene berufliche Bildung und eine Beschäftigung zu einem ihrer Leistung angemessenen Arbeitsentgelt aus dem Arbeitsergebnis anzubieten und

2. zu ermöglichen, ihre Leistungs- oder Erwerbsfähigkeit zu erhalten, zu entwickeln, zu erhöhen oder wiederzugewinnen und dabei ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln.“ (§219 SGB IX).

Neben der beruflichen Bildung und persönlichen Reifung ist die Eingliederung in das Arbeitsleben ein wichtiges Ziel. Dies kann im Idealfall in einen „Übergang geeigneter Personen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt“ münden (§ 219 SGB IX).

 

 

 © 2019 Lebenshilfe Uckermark e.V.
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