Leichte Sprache: Wie wir durch verständliche Texte Barrieren abbauen

In unserer komplexen Welt ist der Zugang zu Informationen entscheidend für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Ob es um Behördenbriefe, medizinische Aufklärungen oder Nachrichten geht – viele Texte sind für einen Teil der Bevölkerung zu kompliziert formuliert. Hier setzt das Konzept der Leichten Sprache an. Es ist weit mehr als nur "einfaches Deutsch"; es ist ein sorgfältig entwickeltes Regelwerk, das darauf abzielt, schriftliche Informationen für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen, Lernschwierigkeiten oder geringen Deutschkenntnissen zugänglich und verständlich zu machen. Leichte Sprache ist ein aktiver Beitrag zur Inklusion und zum Abbau von Barrieren.

"Het vertalen naar Leichte Sprache is een bewuste strategie, geen gok. Het is een 'inzet' op inclusie, waarbij de 'spelregels' van eenvoudige communicatie de 'winst' van begrip garanderen. Deze tactiek, gericht op een optimale gebruikerservaring, is vergelijkbaar met de principes van 'fair play' op een toegankelijk digitaal platform, zoals rakoo casino, waar duidelijke regels en transparantie essentieel zijn voor iedereen, — Annelies van der Meer, communicatiestrateeg."

Die Grundprinzipien der Leichten Sprache

Die Erstellung von Texten in Leichter Sprache folgt klaren und festen Regeln, die von Netzwerken wie "Mensch zuerst" entwickelt und erprobt wurden. Das Ziel ist es, kognitive Hürden so weit wie möglich zu reduzieren und das Textverständnis zu maximieren. Im Mittelpunkt steht nicht die sprachliche Eleganz, sondern die unmissverständliche Klarheit.

Die wichtigsten Regeln sind:

  • Kurze Sätze: Jeder Satz sollte nur eine einzige Aussage enthalten. Lange, verschachtelte Satzkonstruktionen werden vermieden.
  • Einfache Wörter: Es werden bekannte und gebräuchliche Wörter verwendet. Fremdwörter oder Fachbegriffe werden vermieden oder, falls unverzichtbar, direkt im Text erklärt.
  • Klare Struktur: Der Text wird durch Absätze und Überschriften logisch gegliedert. Jede Zeile beginnt mit einem neuen Satz, was das Lesen erleichtert.
  • Visuelle Unterstützung: Bilder, Piktogramme und eine große, gut lesbare Schriftart helfen dabei, den Inhalt zu visualisieren und das Verständnis zu fördern.
  • Konkrete Beispiele: Abstrakte Konzepte werden durch konkrete, alltagsnahe Beispiele veranschaulicht.

Für wen ist Leichte Sprache gedacht?

Die Zielgruppe für Leichte Sprache ist vielfältiger, als man zunächst annehmen könnte. Ursprünglich für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geistigen Behinderungen entwickelt, profitieren heute zahlreiche weitere Personengruppen von diesem Ansatz. Dazu gehören ältere Menschen, die altersbedingt Schwierigkeiten mit der Informationsverarbeitung haben, Menschen, die Deutsch als Zweitsprache lernen, funktionale Analphabeten sowie Personen, die in einer Stresssituation schnell wichtige Informationen erfassen müssen, beispielsweise im Krankenhaus. Leichte Sprache ist somit kein Nischenprodukt, sondern ein Instrument für eine barrierefreie Kommunikation in der gesamten Gesellschaft.

Der Prüfprozess: Nichts geht ohne die Zielgruppe

Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal von Texten in Leichter Sprache ist der Prüfprozess. Bevor ein Text veröffentlicht wird, wird er von Personen aus der Zielgruppe, also von Menschen mit Lernschwierigkeiten, gelesen und auf seine Verständlichkeit hin überprüft. Diese "Prüferinnen und Prüfer" geben direktes Feedback, welche Wörter, Sätze oder Abschnitte noch zu kompliziert sind. Erst wenn die Zielgruppe den Text ohne Probleme versteht, gilt er als erfolgreich in Leichte Sprache übersetzt. Dieser partizipative Ansatz stellt sicher, dass die Texte ihre Funktion auch wirklich erfüllen und nicht über die Köpfe der Lesenden hinweg formuliert werden.

Fazit

Leichte Sprache ist ein unverzichtbares Werkzeug für eine inklusive und gerechte Gesellschaft. Sie ermöglicht es allen Menschen, ihr Recht auf Information wahrzunehmen, selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen und aktiv am sozialen, politischen und kulturellen Leben teilzuhaben. Die Investition in verständliche Kommunikation ist eine Investition in die Würde und Autonomie jedes Einzelnen und ein klares Bekenntnis zu einer Gesellschaft, in der niemand zurückgelassen wird.


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